Amerika-Auswanderer aus Stockstadt am Main 

Millionen von Europäern wanderten im 18. und 19. Jahrhundert nach Amerika aus und versprachen sich davon bessere wirtschaftliche Bedingungen und Erwerbsmöglichkeiten sowie neuen Lebensraum. Auch viele Familien aus Stockstadt am Main verließen zwischen 1830 und 1900 ihren Heimatort und begaben sich auf die lange Reise nach Übersee. Man tat sich zusammen und reiste gemeinsam mit Verwandten und befreundeten Familien. So befanden sich beispielsweise auf einem Schiff des Jahres 1833 zehn Stockstädter Familien mit Kindern auf dem Weg nach Baltimore. Diesen ersten Siedlern folgten später weitere Bekannte und Verwandte. In der Ferne blieben nicht wenige Familien zusammen und heirateten untereinander auch noch in den Folgegenerationen.

In späteren Generationen der Auswanderer verlor sich oft das Wissen um die Herkunft und um die verwandtschaftlichen Zusammenhänge. Dokumente gab es häufig nicht, Pässe existierten nicht. Und die mündliche Überlieferung reichte oft nur so weit zu notieren, dass die Vorfahren aus Deutschland gekommen waren. Und so ist es amerikanischen Familienforschern heutzutage oft nicht möglich zu klären, woher ihre Vorfahren kamen. In Passagierlisten der Auswandererschiffe wurde häufig - wenn überhaupt - nur die größere Region als Herkunftsland vermerkt. Namen wurden unleserlich oder nach Gehör notiert. Und die Stockstädter Auswanderer, um die es hier gehen soll, sprachen außerdem den regionalen Dialekt, was - dies nur als ein Beispiel - den Familiennamen Gentil in amerikanischen Volkszählungslisten zu Schandil werden ließ. Die Übertragung ins Englische trug ihren Teil bei. Da wurde dann Schandil noch zu Shantill, Bauer zu Bower, Deis zu Dice und Volk zu Folke.

Das von Joseph Fecher erarbeitete Ortsfamilienbuch für Stockstadt am Main (hier erhältlich) enthält viele Hinweise auf Amerika-Auswanderer. Ich beschloss kurz nach dem Kauf des Bandes, diese Arbeit fortzuführen und stellte eine Liste der im Buch angeführten Auswanderer auf. In Foren und Datenbanken machte ich mich auf die Suche und erfasste die Angaben, die dort - zum Teil zerstückelt, zum Teil mit falschen Daten oder geänderten Namen - zu finden waren. Nicht alle Personen konnte ich aufspüren. Einige sind in den Weiten des amerikanischen Kontinents verschwunden. Doch nach und nach ergab sich für die Lebensgeschichten einiger ausgewanderter Familien ein Bild und ich fand Kontakt zu ihren Nachkommen.

Die gefundenen Informationen verarbeitete ich u.a. in FamilySearch und Ancestry, beschloss aber bald, eine eigene Übersicht online zu präsentieren. Und voilá, hier ist das Ergebnis zu finden - bitte klicken Sie auf den Link, um zur Website der Amerika-Auswanderer aus Stockstadt am Main weitergeleitet zu werden:

Emigration nach Amerika aus Stockstadt am Main