DIE KINDERSTUBE


In den letzten Jahren gab es in unserer Cattery zwei bis drei Mal im Jahr Nachwuchs. Ein Raum in unserem Haus ist für die Geburt und Aufzucht der Kleinsten vorgesehen. Die Mütter können dort in Ruhe mit ihren Babys die ersten Wochen verbringen, ab der 7. bis 8. Woche etwa erobern die Kleinen dann das Haus und werden in unser alltägliches Leben integriert. Sie lernen Haushaltsgeräusche kennen und gewöhnen sich daran, Besucher zu treffen.
Unser Wurfzimmer
Greygables Maine Coons 

Die Kleinen werden in unserem Wurfzimmer geboren. Sehr gerne ziehen sich die Mütter zur Geburt in die Wurfkiste zurück, die man nach oben aufklappen und nach vorne öffnen kann, wenn die Kleinen später mehr Platz haben möchten. Vorher wird von den Müttern schon mal Probe gelegen und die Unterlagen gründlich umgegraben, um zu schauen, ob dieser Platz für die Kleinen auch wirklich sicher ist.

Greygables Maine Coons 

Etwa zwei bis drei Wochen lang kuscheln die Kleinen nach der Geburt gemütlich mit Mama in der Wurfkiste und werden von ihr gesäugt. 

   

Mit ca. 10 Tagen sind die Äuglein offen, mit zwei Wochen erfolgen die ersten Gehversuche.





Mit drei Wochen kommen die Ersten bereits vorwitzig aus der Kiste gekrabbelt, wenn wir die Türe öffnen, während die Schüchternen noch vorsichtig in der hinteren Ecke sitzen und abwarten, was sich da tut.



Mit Regalen haben wir einen Teil des Kittenzimmers abgeteilt. Darin halten sich die Kätzchen gefahrlos in den ersten vier bis fünf Wochen auf. Erste neugierige Besucher dürfen die Kleinen von außen beobachten.

Greygables Maine Coons  Greygables Maine Coons

Bald beginnt die Zeit der Kämpfe und Spiele, der Jagdtrieb wird trainiert. Die Mütter beaufsichtigen die Kleinen bei den ersten Kampf- und Jagdversuchen.

      

Nun lernen die Kleinen auch, wie man aus Teller und Schälchen frisst. Wie gut, dass der Boden abwaschbar ist! Denn zuerst wird meistens durch das Futter gepantscht! Doch nach fünf bis sechs Wochen haben es auch die Langsamsten begriffen und es wird ordentlich aus dem Teller gefuttert. Bald öffnen wir die Laufstalltüre, die Kätzchen dürfen dann das ganze Zimmer erkunden und ihre Krallen am Kratzbaum schärfen.

Greygables  Greygables
Sozialisation und Prägung in der Katzengruppe
Nach weiteren Wochen, meist nach der ersten Impfung, wird schließlich auch die Zimmertüre geöffnet, und die Kleinen erobern das gesamte Haus und alle Kratzbäume und Liegeflächen. Was ein Spaß!



Die großen Katzen finden es oft anfangs nicht so lustig, dass die kleinen Wesen alle Plätze belegen, aber bald werden sie freundlich aufgenommen und dürfen sich überall zu Hause fühlen. Die erfahrenen Katzenmütter haben die Oberaufsicht und erziehen die Kleinen gemeinsam. Es ist immer wieder großartig, an ihrer Sozialisation teilzuhaben. Schnell wird den Kleinen deutlich gemacht, wo die Grenzen des kätzischen Zusammenlebens sind. Aber sie werden auch liebevoll von allen Großen gehätschelt und geputzt. Die Nacht verbringen die Kleinen in ihrem Zimmer, Tanten und Großmütter dürfen sich ausruhen, bis das Toben am Morgen wieder beginnt.
Erziehung und Prägung durch uns Menschen
Wir legen großen Wert auf frühe Prägung für das gute Zusammenleben mit Menschen und verbringen von Geburt an viel Zeit mit den Kleinen. Wir beobachten sie genau, um schon früh ihren Charakter zu erkennen. Bei manch kleinem Beißerchem muss man frühzeitig gegensteuern oder ein kleines Schüchternes ein wenig ermutigen. Das Verhalten der Kätzchen innerhalb der Geschwistergruppe und später in der großen Katzengruppe zu beobachten, macht sehr viel Freude.


Aber auch ein wenig Erziehung ist notwendig. Spätestens ab der zehnten Lebenswoche ist keine Gardine und kein Gegenstand, mit dem man spielen kann, mehr sicher. Und manch ein Kobold lässt sich von uns nicht so gerne etwas sagen. Dass man bei uns nicht auf dem Tisch sitzen darf, begreifen die Kleinen aber meistens schnell, auch wenn es sehr verlockend ist, an unseren mit Stoff bezogenen Esszimmerstühlen hinauf zu klettern. Da überall Kratzpfosten, Kratzbretter und andere erlaubte Flächen zur Verfügung stehen und die älteren Katzen es den Kleinen vormachen, werden diese gerne angenommen und die Möbel verschont.


Aktives Spielen macht Spaß
Tägliches Spielen ist wichtig. Oft beschäftigen sich die Kleinen selbst mit Kartons, Papierknäueln und anderen Dingen, die sich im Haushalt finden lassen. Aber auch das aktive Spiel mit uns Menschen ist wichtig. Und sehr gerne machen dabei auch die Großen mit.



Der Jagdtrieb ist angeboren. Wie gerne würden sie die zwitschernden Meisen fangen. Doch das Fenster ist mit einem Gitter gesichert. Und so wird hier nur mit Mama ein wenig Frischluft getankt.



Das Leben der Kätzchen ist ganz schön anstrengend! Da kann man schon einmal auf der Stelle in Schlaf fallen. Gut, dass es überall Kuschelbettchen gibt.



Wenn man Hunger bekommt, ist ja zum Glück Mama da...


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